Im Augenblick noch Idee .... aber? .... notwendig!

 

Stundenweise Schülerbetreuung

Wir betreuen Kinder im Alter von 0-14 Jahren in der Tagespflege, im Kindergarten und im Hort. Daher werden wir natürlich auch mit den verschiedensten Anfragen zur Unterbringung von Kindern konfrontiert. In der letzten Zeit fallen zwei Themenbereiche auf, die m.E. nicht zufrieden stellend abgearbeitet werden können. 

1. Die kurzfristige und stundenweise Unterbringung vor allem von Grundschülern.

2. Angebote für Kinder in den Schulferien.

3. Hausaufgabenhilfe und zusätzliche Sprachförderung.

Das Problem 

In aller Regel rufen Mütter an, die eine Arbeitsstelle haben, oder einer Beschäftigung nachgehen wollen. Ganz unterschiedlich sind die Lebensverhältnisse dieser Familien. Dies betrifft des einen junge Familien in der zwei Erwachsene mit Kindern zusammenleben nach der Elternzeit die Rückkehr in die Arbeit gesucht wird. Des Weiteren sind es allein erziehende Frauen, die arbeiten müssen, um sich ihre Existenz zu sichern.

Wenn es so wäre, dass die bevorzugten Stellen – mit einer Arbeitszeit von 8.00 Uhr bis  12.00 Uhr – ausreichend vorhanden wären,  gäbe es weniger Unterbringungsbedarf für Grundschüler. Dies ist nicht der Fall. Stellenangebote,  verlangen von den Bewerberinnen eine hohe Flexibilität auch und gerade im Teilzeitbereich. Einzelhandel, Gesundheit, Pflege sowie die Gastronomie machen einen großen Anteil der 400,- € Jobs aus, die  zwischen 7.30 Uhr und 20.30 Uhr verlangen, oder in der Gastronomie darüber hinausgehen.

Es hätte nicht einer zusätzlichen Pisa-Studie bedurft, um zu belegen, dass Bildung und Geld in engem Zusammenhang stehen. Bildungschancen für diejenigen zu verbessern, denen weder Geld noch hohe soziale Kompetenzen in die Wiege gelegt wurden, ist u.E. eine gesellschaftliche Verpflichtung, der im Augenblick noch nicht einmal ansatzweise nachgekommen wird. Auch die Verbesserungen, die 2007 mit der so genannten verlässlichen Grundschule eingeführt werden (müssen), verändern diese Situation keineswegs. Die Verpflichtung der Grundschulen, Kinder in der ersten und zweiten Klasse von 8.00Uhr – 12.00 Uhr und die Dritt- und Viertklässler  zwischen 8.00 Uhr und 13.00 Uhr in der Schule zu beschäftigen, ist keine substantielle Verbesserung.

Auch Konzepte, wie sie derzeit unter dem Begriff der offenen Ganztagsschule gefasst werden, erfüllen nicht die Bedarfslage der genannten Zielgruppe. Aus unserer Sicht gilt es die Konzepte der verlässlichen- und offenen Ganztagsschule mit einem ergänzenden Angebot zu verknüpfen.

Die bestehenden Angebote und die derzeitigen Konzepte in der Region Nordfriesland, decken den Bedarf nicht ab, weil

¨     Grundschulen nur bis mittags geöffnet haben,

¨     verlässliche Grundschule und Ganztagsschulangebote nicht die Bedarfslage insgesamt abdecken,

¨     Hortplätze für Teilzeitangestellte und für Kommunen zu teuer und außerdem nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind.

Was gebraucht wird, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf  sicherzustellen, ist eine flexible, unkomplizierte und finanzierbare Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.

Die Idee,

Kinder können nach der Schulzeit in der Schule bleiben. Sie bekommen ein Mittagessen und eine Hausaufgabenbetreuung sowie einige Beschäftigungsangebote. Sie gehen darüber hinaus ihren normalen Freizeitbeschäftigungen nach, verabreden sich mit Freunden, nehmen ihre Termine war, können anschließen wieder zurückkommen, bis die Eltern zuhause sind. Diese Art von Betreuung kann nicht mit der sozialpädagogischen Arbeit eines Kinderhortes verglichen werden, weil dieser aufgrund seiner personellen Besetzung regelmäßige Einzelkontakte zu Schule und Elternhaus hält, aus Gruppenprozessen heraus lebt und die Entwicklung von Kindern inhaltlich intensiver begleitet.

Eine individuelle Betreuung entspricht den zeitlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes. Sie garantiert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,  ohne die erzieherische Verantwortung der Eltern zu beeinträchtigen. Insbesondere für Kinder aus bildungsfernen Familien wird somit eine Möglichkeit, dass sie in einer betreuten Situation befinden, sie somit in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und mit ihren elementaren Bedürfnissen Unterstützung finden. Eine solche flexible Betreuungsform verlangt kreative Vielfalt, die wir mit dem vorliegenden Konzept unserer Betreuungsform gewährleisten.

 Der Ort:

Zur optimalen Realisierung unseres Projektes wäre es natürlich von Vorteil, wenn wir das Angebot räumlich an einem zentralen Ort platzieren könnten. Ein solches Angebot räumlich an eine Grundschule anzugliedern, hat aus unserer Sicht mehrere Vorteile. Aus unserer Sicht und nach Rücksprache mit der Schulleiterin erscheint eine Anbindung an die Bürgerschule sinnvoll, weil:

 ¨     Die zentrale Lage der Schule von jedem Wohnstandort der Stadt auch ohne PKW leicht erreichbar ist.

¨     Die Schule als Kooperationspartner offen für familienfreundliche Konzepte ist.

¨     Das Betreuungsangebot an dieser Schule von den räumlichen Gegebenheiten (zwei Turnhallen, Fußballfeld, gestaltetes Außengelände, Schlosspark) leicht realisierbar ist.

¨     Die Anzahl der Kinder, deren Bildungschancen durch Ganztagesangebote verbessert werden kann, besonders hoch sind.

¨     Da die Bürgerschule derzeit die einzige Schule vor Ort ist, die in Kooperation mit unserem Projekt ein Ganztagsangebot umsetzen möchte, ist davon auszugehen, dass Anmeldungen auch aus anderen Stadtteilen folgen werden.

¨     Das durch das Angebot sowohl Familien mit sozial schwierigen Strukturen, Familien mit Migrationshintergrund sowie Durchschnittsfamilien erreicht werden können.

¨     Die Bürgerschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch für Menschen erreichbar ist, die nicht in Husum wohnen, ihrem Arbeitsplatz aber innerhalb der Stadt haben und deshalb ihre Kinder in Husum beschulen lassen wollen.

Die Zeit:

Solche Betreuungsformen erfordern Flexibilität. Eltern müssen auch kurzfristig Betreuungszeiten in Anspruch nehmen können, wobei der zeitlich garantierte Rahmen  verlässlich sein muss. Auch, wenn der Betreuungsbedarf am späten Nachmittag gering sein sollte, so muss dennoch eine Inanspruchnahme einer Betreuungsmöglichkeit bestehen. Nur so ergibt sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Sicherheit, Beschäftigungsverhältnisse eingehen zu können.

Das Geld:

Die laufenden Kosten für das Projekt setzen sollten sich aus folgenden Quellen zusammensetzen: 

¨     Elternbeiträge in Höhe von 1,50 € pro Betreuungsstunde

¨     Verpflegungskosten in Höhe von ca. 2,00 € pro Mittagessen

¨     Landesmittel der verlässlichen Grundschule

¨     Landesmittel aus der Förderung der offenen Ganztagsschule

¨     Städtischer Zuschuss zu den Betreuungskosten in Höhe der Betreuungspauschale der Elternbeiträge

¨     Spenden und Zuwendungen

¨     Unterstützung durch den Förderverein der Bürgerschule

¨     Projektmittel des Landes und des Kreises für Sprachkurse und einzelne Arbeitsgemeinschaften.

¨     Projekt- und/oder Stiftungsmittel als Anschubfinanzierung.

Mit diesem Finanzierungsvorschlag gehen wir in sofern neue Wege, weil nicht eine pauschalisierte Projektförderung anvisiert, sondern eine nachvollziehbare Abrechnung einzelner Leistungen in Rechnung gestellt wird. Das hier höhere Risiken liegen, die besonders in den ersten Jahren durch eine gesicherte Grundfinanzierung abgedeckt werden müssten, liegt auf der Hand. Der Erfolg der Arbeit wird sich auch in einer nachvollziehbaren und überschaubaren Abrechnung zeigen.

Weitere Überlegungen und Fragen:

Wir gehen davon aus, dass wir mit einem solchen Angebot 

¨     die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sichern. 

¨     für Kinder eine Möglichkeit schaffen, dass sie in einer sicheren Umgebung  aufwachsen können und nicht auf sich allein gestellt sind. 

¨     die Chancengleichheit der Kinder erhöht wird, denen weder „Geld noch Status in die Wiege gelegt wurde. 

¨     die Anzahl der Menschen deutlich erhöhen, die einer Berufstätigkeit nachgehen können. 

¨      bedarfgerecht auf die Arbeitsmarktlage reagiert wird. 

¨     durch die Anbindung an bestehende Immobilien die-left: 36.0pt"> ¨     durch die Anbindung an bestehende Immobilien die Investitionskosten minimiert werden kann.

 Wir bitten Sie um Meinungen, Einschätzungen oder auch ganz andere Überlegungen zu diesem Thema.