Beratung  > 

Familienzentrum

Das Familienzentrum Husum im Kinderschutzbund in Nordfriesland ist eins von ca. 100 Familienzentren in Schleswig-Holstein. Für alle Familien, Eltern und Kinder mit Fragen rund um die Familie und ihren Alltag wie Gesundheit, Arbeit, Bildung und Freizeit, oder in bestimmten Problemlagen und Krisensituationen ist das Familienzentrum eine erste Anlaufstelle. Es bietet einen geschützten, ruhigen Rahmen, um wegweisend, zügig und gemeinsam Lösungen zu finden und bei Bedarf entsprechende Kontakte zu passenden Angeboten und Institutionen zu vermitteln.

Derzeit betreuen wir in Husum ca. 320 Kinder von der neunten Lebenswoche bis zum Ende der Grundschulzeit in unterschiedlichen Betreuungsformen. Dadurch haben wir täglichen Kontakt zu sehr vielen Familien.

Bei unserer Tätigkeit in den einzelnen Einrichtungen treffen wir fast täglich auf Problemlagen, die wir im pädagogischen Alltag nur unzureichend berücksichtigen können, um Eltern und Kindern die eigentlich notwendigen Hilfestellungen anzubieten.

Hier ist das Familienzentrum Ansprechpartner und Wegweiser für Familien in der direkten Vermittlungsfunktion zwischen familiären Problemlagen und Diensten im bestehenden Netzwerk. Denn es gibt eine, für viele Familien nur schwer zu durchschauende, Vielzahl verschiedenster Dienste, die ihrerseits eigenständig organisiert arbeiten und die unterschiedlichsten Hilfestellungen anbieten. Unsere Fachkraft kennt die unterschiedlichen Netzwerke und deren aktuellen Programme. So ist das Familienzentrum ein Koordinationszentrum für alle Fragen und Lösungen, die Familien betreffen. Es hat den Schwerpunkt, die Angebote so genau zu kennen, dass eine zuverlässige Information über die jeweils passgenaue Hilfe möglich ist.

Somit ist das beim Kinderschutzbund angesiedelte Familienzentrum eine lebendige Datenbank, die Dienstleistungen strukturiert und im jeweils notwendigen Maße, Eltern bei der Bewältigung ihres Familienalltags unterstützt.

Schwerpunktthemen

Stärkung der Elternkompetenz und Elternbildung:

Innerhalb unserer Einrichtung finden auf allen Ebenen Elterngespräche statt. Sollten diese Gespräche nicht ausreichen, kann unsere Fachkraft ausführlicher beraten und gemeinsame Lösungsstrategien entwickeln mit gegebenenfalls einer Weitervermittlung.

Des Weiteren werden vom Familienzentrum Elternveranstaltungen mit unterschiedlichen Themen organisiert und veranstaltet.

Bildungsbegleitung Bildungsbiografie positiv fortschreiben:

Noch immer gibt es eine Ungleichheit von Bildungschancen.

Hier gilt es zu prüfen, inwieweit zusätzlicher Nachhilfeunterricht und Bildungsbegleitung von Kindern in weiterführenden Schulen helfen kann diese Hemmnisse zumindest auf einer individuellen Ebene zu mildern.

Zwei Jahre lang werden Familien mit Migrationshintergrund während der Orientierungsstufe in den Husumer Gymnasien begleitet: Ab Mai 2019 beginnt die Vorbereitung auf den Schulwechsel mit Familien, die im deutschen Bildungssystem nicht verankert sind. Die Familien werden unterstützt bei den Schulanmeldungen mit den zu erledigenden Formalitäten. Die Bildungsbegleitung vermittelt bei Bedarf zwischen Schule und Elternhaus, sensibilisiert die Schule in Bezug auf die Besonderheiten der Familien und steht im wöchentlichen Kontakt mit den Familien für eventuell zu regelnde Fragestellungen. Die Lernenden werden beraten und gegebenenfalls weitervermittelt zu zusätzlichen Lernangeboten.

Pflege der Sprachkultur(en):

Immer mehr Kinder wachsen in zwei Kulturen auf. Ihr Alltag wird von ihrer deutschen Umgebung bestimmt, ihr familiäres Umfeld pflegt gleichzeitig ihre Muttersprache.

Sprache ist dabei der Schlüssel zur Welt.

Miteinander reden können und verstehen, was die anderen einem mitteilen wollen, gemeinsam über etwas reden, was gerade nicht da ist, wird immer wieder zur spannenden Herausforderung. Interaktion und soziales Miteinander brauchen Sprache. Hören, Lauschen, Lernen, Verstehen und selbst in Worte fassen, was gerade wichtig ist, erzeugt nicht nur die Lust zu sprechen, sondern ist später die Grundlage für einen gelungenen Einstieg in unsere Gesellschaft. Sprache erleichtert Begegnung, Sympathie, Kompromisse und Durchsetzungsvermögen.

Mehrsprachigkeit ist dabei überhaupt kein Nachteil, sondern steigert eher die Lernfähigkeit. Nur wer seine Muttersprache beherrscht, kann leicht und schnell eine zweite Sprache lernen. Mit dem Zuzug vieler Migranten ist der Ruf nach Integration besonders groß, was bedeutet schnell Deutsch zu lernen und sich der deutschen Kultur anzupassen. Dies ist einerseits richtig und funktional, wird jedoch andererseits der Identität der Migranten, die sich aus ihrer Muttersprache, ihrer Religion und ihren Gebräuchen ergibt, nicht gerecht. Gerade für Kinder wird das Leben zu einem Spagat. Eine schlechte Kenntnis der Herkunftssprache führt nicht nur zu Schwierigkeiten beim Deutschlernen, sondern kann bei Kindern langfristig zu Identitäts- und Beziehungskrisen in der Familie führen. So ist uns wichtig, den Kindern unserer Nachmittagsbetreuungen die Gelegenheit zu geben mit Muttersprachlern ihre Muttersprache Arabisch lesen und in einem neuen Angebot auch schreiben zu lernen, um sie in ihrer Identität zu stärken und wertzuschätzen.

Im Kindergarten wird den Kindern regelmäßig arabisch vorgelesen. Ab Mai 2019 gibt es bei Max & Milla in der Bürgerschule das Nachmittagsangebot „wir lesen und schreiben Arabisch“. Die Kinder lernen lesen mit einfachen Kinderbüchern und werden spielerisch an die arabische Sprache herangeführt, um diese auch schreiben zu können. Es wird zwei Gruppen, einmal für die Klassenstufen 1 /2 und 3 /4 geben. Das Angebot wird von Muttersprachlern durchgeführt.

Begegnung, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung:

– Partizipation und Kooperation

Kultur-Karussell

Gelegenheiten schaffen, die ansonsten nicht stattfinden würden!

Gerade Familien mit Migrationshintergrund nehmen kulturelle Angebote selten wahr. Mit einer (wechselnden) kleinen Gruppe von Kindern werden kulturelle Angebote wahrgenommen, um die Kinder und Familien an (gemeinsame) Bildungs- und Freizeitangebote heranzuführen, die sie zukünftig selbstorganisiert besuchen können. Es gibt Berührungen mit Museumspädagogik, Kindertheaterangeboten, der Benutzung der Bücherei. Zudem werden Angebote, wie z. B. die des Vereins Ferienfreude und Andere in den Blick genommen. Gruppenangebote sollen initiiert im weiteren Rahmen des Familienzentrums organisiert werden.

Das Kultur-Karussell wird in Gruppen mit acht Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren und ggf. deren Eltern ab Mai angeboten.

Kultur erleben


Im Rahmen des Förderprojektes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnte der Pole Poppenspäler Förderkreis als Antragsteller und als Kooperationspartner die Bürgerschule und das Familienzentrum Husum eine Woche lang unter dem Motto “Theater für Entdecker*innen“ einen Puppenbau Kurs mit einem Besuch im Pole Poppenspäler Museum und einen Ausflug ins Krimmelmokel Theater nach Flensburg anbieten.
Bündnispartner bei der Beantragung war der ASSITEJ (Association Internationale du Theatre pour l’Enfance et la Jeunesse).


Die Theaterwoche fand in der zweiten Herbstferienwoche statt. Es nahmen fünfzehn Grundschulkinder teil. Das Fazit aller: Es war toll!
Aus diesem Grund bietet der Pole Poppenspäler Förderkreis ab 15. November immer freitags von 15.30 bis 17.00 Uhr einen Kreativnachmittag im Schloss/Südflügel an.

                                              

                                          Pole Poppenspäler Förderkreis e.V.

Circus Kunterbunt

Begegnung und Kommunikation durch Zirkusarbeit für alle Kinder ab acht Jahre, auch mit Migrationshintergrund und/oder sozialer Benachteiligung und ihre Familien. Die Kinder gehen in Lernprozesse, die durch das Erleben Freude machen, aber auch herausfordern. Die Kinder werden vielschichtig gefördert und gefordert. Geschicklichkeit, Koordination und Kraft werden geübt, Ängste überwunden und das Selbstvertrauen wird gestärkt. Kreativität wird entdeckt und entwickelt, sowohl in der Manege als auch hinter der Bühne. Jede Aufgabe ist wichtig, jeder Teilnehmer ist wichtig. Im Zirkus begegnen sich, durch Kommunikation und gemeinsames Erleben, Individualität und Gemeinschaft. Die Kinder entdecken sich ohne Leistungsdruck, werden sich in ihrer Persönlichkeit entwickeln und ihren Platz in der Gemeinschaft finden.

Eltern und Kinder erleben gemeinsam ein Miteinander durch Zirkusarbeit. Zur Zirkusarbeit gehört nicht allein die Artistik, sondern gebraucht werden auch Kulissenbauer, Schneider, Köche, Programmgestalter, Licht- und Tontechniker. Hier sind die Fähigkeiten und Kreativität der Eltern gefragt.

Das Angebot ist für Kinder ab acht Jahren, die unsere Nachmittagsbetreuungen Max & Milla Bürgerschule, Klaus-Groth-Schule, Schule an der Treene und den Hort Husum besuchen.

Wir danken der Hermann-Tast-Schule und dem Zirkus Miraculix für die Kooperation. So war es uns möglich, den Zirkus im August 2019 zu starten.

Nun werden wir „selbständig“ mit unseren 23 Zirkuskindern und trainieren ab Februar 2020 in der Sporthalle der Bürgerschule mit eigenem Zirkusequipment, welches für die Arbeit mit den Kindern angeschafft wurde.

Alle trainieren fleißig immer Dienstagnachmittag und zusätzlich wird Samstagvormittag mit einigen Kindern trainiert, um konkret einzelne Nummern zu erarbeiten.

Denn am 16. und 17. Mai 2020 wird es zwei große Aufführungen in der Sporthalle der Bürgerschule geben. Bis dahin gibt es noch viel Arbeit, aber wir schaffen das.

In den Osterferien werden wir Besuch vom Berliner Artisten Jemino bekommen, der mit uns zwei Tage intensiv trainieren wird. Wir freuen uns!

 

 

 

 

 

 

Koordinatorin



Heike Böhnemann

  • Dipl. Sozialpädagogin


  • Adresse:

    Asmussenstraße 22, 25813 Husum

     

    Ansprechpartnerin:

    Heike Böhnemann

     

    Sprechzeiten:

    Donnerstag: 8.00 bis 10.00 Uhr

    und nach telefonischer Vereinbarung

     

    jeden 1. Donnerstag im Monat

    von 15 bis 17 Uhr in unserer

    Kita Hermann-Tast-Straße

     

    und jeden 2. Donnerstag im Monat

    von 14 bis 16 Uhr bei Max & Milla in Friedrichstadt

     

    und jeden 4. Donnerstag im Monat

    von 14 bis 16 Uhr bei Max & Milla in der Klaus-Groth-Schule

     

    Kontakt:

    Telefon:

    04841-9375142

    Mobil:

    0151-20145034

    Mail:

    familienzentrum@kinderschutzbund-nf.de

powered by webEdition CMS